Informationen aus dem Diözesanrat Vollversammlung am 27. und 28. September 2019

Liebe Mitglieder der Kirchengemeinden des Dekanats Esslingen-Nürtingen, hiermit informieren wir Sie über die wichtigsten Ergebnisse der Vollversammlung des 10. Diözesanrats am 27. und 28. September 2019 im Kloster Untermarchtal.

Synodaler Weg

Bischof Dr. Fürst berichtete ausführlich von der tags zuvor zu Ende gegangenen Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda. Ein wesentliches Ergebnis war, dass sich alle Bischöfe am synodalen Weg beteiligen werden, obwohl nicht alle mit der Satzung einverstanden sind. Zu den Entschädigungen für Missbrauchsopfer betonte er, dass hierfür Kirchensteuermittel nicht verwendet werden sollen.

Behindertenpastoral

Der Diözesanrat befasste sich eingehend mit der Seelsorge für Menschen mit Behinderung. Es nimmt nicht nur die Zahl der Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen nachweislich zu, sondern es steigt in der Konsequenz auch die Notwendigkeit entsprechender Hilfen. Nach Informationen zum Thema Inklusion wurden eindrucksvolle Beispiele aus der Arbeit der Seelsorgerinnen und Seelsorger, betroffener Angehörigen sowie aus Aspekten der Bildungseinrichtungen vorgestellt. Der Diözesanrat setzt sich dafür ein, den Gedanken der Inklusion in das pastorale Handeln in Kirchengemeinden, Verbänden und Einrichtungen einzubringen. Sie könnten in baulichen Maßnahmen, Systemen der einfacheren Informationsverarbeitung, aus Büchern in leichter Sprache oder aus Möglichkeiten zur Übernahme von Verantwortung in Pfarrgemeinderäten bestehen. 

Zukunft der Pflegearbeit

Bei der Vorstellung der Arbeit der katholischen Einrichtungen unserer Diözese stand deren christliches Profil im Vordergrund, aber auch die problematische Situation der Pflege, etwa der mit der Altersentwicklung deutlich zunehmende Personal- und Fachkräftemangel. Der Diözesanrat verabschiedete eine Erklärung zur Zukunft der Pflege in Baden-Württemberg. Gefordert wird die finanzielle und personelle Stärkung der vorhandenen Einrichtungen und Dienste, Reformschritte in der Pflegearbeit einschließlich verbesserter Arbeitsbedingungen. Künftig sollten Leistungen der Pflegeversicherung unabhängig von der Wohnform erbracht werden. Förderungswürdig ist zudem eine Pflegeinfrastruktur im Sozialraum in Abstimmung mit den Kommunen. Der Diözesanrat setzt sich für eine Begrenzung der Eigenbeteiligung der Pflegebedürftigen und ihrer Familien auf einen leistbaren Beitrag ein. Er positioniert sich klar gegen den Rationalisierungsdruck in der Pflege und fordert mehr Raum für eine ganzheitliche Pflege. Er spricht sich für tariftreue Einrichtungen und für neue Konzepte zur Entlastung pflegender Angehöriger aus.

Altern in Teilhabe, Freiheit und Würde

Vorgestellt wurde Entwicklungen und Herausforderungen in der Seniorenpastoral, begründet durch den demografischen Wandel: Mehr als ein Drittel der in der Diözese lebenden Katholiken ist bereits über 60 Jahre alt. So bedarf es beispielsweise offener Begegnungsorte, die in Gemeindezentren eingerichtet werden könnten. Das Thema sollte zum Beispiel bei Rückbauprojekten in der Diözese eine Rolle spielen.

Wahlen in die Kirchenparlamente 2020, Jahr der Jugend 2018/2019

Der Diözesanrat hat einen Aufruf zu den Wahlen verabschiedet, den wir gerne zur Verfügung stellen. Zum Jahr der Jugend 2018/2019 wurden Auswertung, Ergebnisse und Vereinbarungen aus den diözesanen Foren vorgestellt sowie über die Jugendsynode berichtet.