Partnerschaften

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Rumänien

Die Familie Dumitru aus Bukarest lebte einige Jahre in Baltmannsweiler und war gut integriert in das Gemeindeleben. Nach dem Sturz und der Hinrichtung von Ceausescu wurde sie nach Rumänien zurückbeordert. Die schlimmen sozialen Zustände, die sie in ihrer Heimat vorfand, veranlasste sie, ihre guten Kontakte zur Schurwaldgemeinde einzusetzen, um von dort Hilfe zu erbitten. Die damaligen Vorsitzenden des Kirchengemeinderates, Pfarrer Adolf Schuhmacher und Norbert Fritz, brachten am 12. März 2003 das Anliegen von Familie Dumitru in den KGR ein, der eine Partnerschaft mit der Kirchengemeinde „Schmerzhafte Mutter Gottes“ in Bukarest befürwortete. Für die Kontaktaufnahme wurde im selben Jahr eine Informationsreise dorthin geplant und durchgeführt. Vollbepackt mit Hilfsgütern und 1000 Euro Gastgeschenk wurde die achtköpfige Delegation unserer Kirchengemeinde mit großer Dankbarkeit vom dortigen Pfarrer Martin Cabalas empfangen.

Der mehrtätige Aufenthalt gab der Reisegruppe die Möglichkeit, die von der örtlichen Kirchengemeinde betreuten und unterstützten sozialen Einrichtungen kennenzulernen, z.B. ein Altenheim, ein Heim für Behinderte, Essensausgabe an bedürftige Kinder und Jugendliche, ein Waisenheim, finanzielle Hilfe für verarmte Familien und Einzelpersonen in akuten Notlagen, Lernmittel für Schüler und vieles andere mehr.

Diese eindrücklichen Erfahrungen vor Ort führten zu der Entscheidung des Kirchengemeinderates, die rumänische Kirchengemeinde dauerhaft zu unterstützen. Sie tut diese seither mit einer jährlichen Spende von 500 € und der Hälfte des Erlöses aus dem Bonifatiusfest.

2005 machten Jugendliche aus Bukarest, die auf dem Weg zum Weltjugendtreffen in Köln waren, in unserer Gemeinde einen mehrtägigen Zwischenstopp. Der Kontakt zur Partnergemeinde in Bukarest könnte intensiver sein, aber der bestehende Informationsaustausch reicht aus, sicher zu sein, dass die finanziellen Mittel unserer Kirchengemeinde in Bukarest sinnvoll und effektiv verwendet werden, insbesondere für die Kinder- und Jugendarbeit. In einem Dankbrief drückt Pfarrer Cabalas dies so aus: „Ich bin überzeugt, dass wir mit dem Geld, das Sie uns geschickt haben, viele Schmerzen lindern werden.“ Davon konnte sich Herr Töpler bei einem Besuch 2015 überzeugen.

Pfarrer Martin Cabalas beim Gemeindegottesdienst
Stolz zeigt Pfarrer Cabalas das mit Spendenmitteln eingerichtet Therapiezimmer im neu erbauten Gemeindezentrum

Brasilien

Seit 1981 wirkt Pater Wilhelm Mayer, Redemptorist, als Pfarrer und Entwicklungshelfer in der riesigen Gemeinde San Antonio von Pilao Arcado in Brasilien. Seine Gemeinde ist von der Ausdehnung her fast so groß wie Schleswig-Holstein. Zusammen mit zwei Priestern und sechs „Animatores“, die predigen, die Bibel auslegen und sich um die Jugendgruppen kümmern, betreut er seelsorgerlich rund 33.000 Katholiken.

Neben der Seelsorge gehört für Pater Wilhelm und seinen Helferstab vordringlich die Sorge um die Verbesserung der Lebensbedingungen der armen Bevölkerung. Zur praktischen Hilfe zählen u.a. der Bau von Zisternen, eine Krankenstation, einen Kinderhort, eine Schule mit derzeit rund 500 Kindern. Bei akuten Notsituationen wird Saatgut ausgegeben und Wasserkisten (500 Liter) verteilt, wenn die Zisternen ausgetrocknet sind. Mit Essenspaketen werden hungernde Familien unterstützt. Schwestern aus Amerika helfen der Gemeinde, Hebammen und Krankenpfleger auszubilden. Eine gesunde Ernährung ist Pater Wilhelm ein weiteres Anliegen. Er veröffentlichte ein Buch mit 500 Rezepte und Medikamenten, in denen er vorhandene Heilpflanzen wieder bekannt macht und ihre Anwendung beschreibt.

Ohne die Spenden aus Deutschland, die der bei Mindelheim gebürtige Pater als „lebensrettend“ bezeichnet, könnten er und sein Team die vielen Aufgaben nicht bewältigen. Unsere Kirchengemeinde unterstützt die Pfarrei Santo Antonio in Pilao Arcado jährlich mit 500 € und der Hälfte des Erlöses aus dem Schlachtfest und dem Gemeindefest an Fronleichnam.

Pater Wilhelm Mayer bei einem Besuch im Kloster in Gars, in dem auch Pater Hans Rehmet lebt.
Die Kirche Santo Antonio in der Gemeinde von Pater Wilhelm Mayer

Indien

Die Informationen über die Partnerschaft mit Indien befinden sich unter dem Menüpunkt ‘Gruppen und Kreisen/Freundeskreis Indien‘.